Ronda mit Kind: Manche Orte stehen jahrelang auf der Liste, bevor man endlich hinkommt. Ronda war so ein Ort für uns. Nach den Stränden von Tarifa ging es für unsere zweite Etappe hinauf in die Berge – und schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis für sich.
In diesem Teil unseres Andalusien-Roadtrips mit Kind nehmen wir euch mit in die Serranía de Ronda: zu einem traumhaften Boutique-Hotel mitten in den Weinbergen, in das Felsendorf Setenil de las Bodegas, durch die Altstadt von Ronda und zu einer Olivenöl-Verkostung, die uns überrascht hat. Emotional, ehrlich und mit allen Tipps, die wir selbst gern vorher gehabt hätten.

Das erwartet dich hier
- 1 Die Fahrt in die Berge – schon der Weg ist ein Ziel
- 2 Unser Hotel: das Hotel Boutique Palacio del Moral in den Weinbergen
- 3 Setenil de las Bodegas – das Dorf unter den Felsen
- 4 Ronda entdecken – Altstadt, Shopping und gutes Essen
- 5 Ronda, das Olivenöl-Paradies – unsere Verkostung bei Molino Don Félix
- 6 Tag 3: Altstadt, Pool und einfach ankommen
- 7 Drei Ausflugstipps rund um Ronda
- 8 Unser Fazit zur zweiten Etappe unseres Andalusien-Roadtrips mit Kind
Die Fahrt in die Berge – schon der Weg ist ein Ziel
Von Tarifa aus fuhren wir Richtung Norden, immer tiefer in die Berge hinein. Und was sollen wir sagen: Die Landschaft hat uns alle verzaubert – sogar unsere Tochter. Sanfte Hügel, kleine weiße Dörfer, die sich an die Hänge schmiegen, und immer wieder ein Ausblick, bei dem man einfach anhalten muss.
Genau das haben wir auch getan. Statt durchzufahren, haben wir uns unterwegs mehrere Pausen gegönnt, sind ausgestiegen und haben einfach die Ruhe und die Weite genossen. Wenn ein Kind mit an Bord ist, sind solche Stopps sowieso Gold wert – und hier wurden sie zum schönsten Teil der Anreise.

Unser Hotel: das Hotel Boutique Palacio del Moral in den Weinbergen
Als wir an unserem Hotel ankamen, standen wir erst einmal da und konnten es kaum glauben. Das Palacio del Moral ist ein kleines Boutique-Hotel mitten in den Weinbergen – mit einem wunderschönen Garten und einer Poolanlage, die einfach zum Erholen gemacht ist. Vom Zimmer wollen wir gar nicht erst anfangen: Das war für uns ein kleines Paradies.
Den ersten Abend haben wir kurzerhand beschlossen, einfach dazubleiben und die Natur zu genießen. Wir haben im hoteleigenen Café-Restaurante El Palmeral gegessen – und das war goldrichtig. Alles hat hervorragend geschmeckt, das Personal war sehr freundlich, und unsere Tochter hat das Essen genossen und fleißig kommentiert, wie gut es ihr schmeckt.
Danach sind wir noch durch die Hotelanlage und die Weinberge spaziert und völlig entspannt schlafen gegangen. Am nächsten Morgen dann Kaffee im Garten, kein Trubel, nur Vogelgezwitscher rundherum – genau die Art von Urlaub, die wir lieben. Ronda mit Kind kann so entspannt sein, wenn man den richtigen Rückzugsort hat.
Reisen mit Kind heißt für uns… Entspannte Eltern, entspanntes Kind. Und dieses Hotel hat genau dieses Gefühl möglich gemacht.
Setenil de las Bodegas – das Dorf unter den Felsen
Nach dem Frühstück ging es weiter nach Setenil de las Bodegas – und dieses Dorf ist wirklich faszinierend. Die Häuser sind direkt in und unter die Felsen gebaut, sodass mächtige Steinüberhänge die Gassen überdachen. Durch die schmalen Straßen zu schlendern hat uns riesigen Spaß gemacht.
Unser wichtigster Tipp für Setenil: Fahrt ausschließlich in das einzige offizielle Parkhaus – egal, was euer Navi sagt. Wir sind an dem Tag selbst in eine sehr schmale Gasse hineingefahren und haben einige Touristen erlebt, die in nicht freigegebene Straßen hineingefahren sind. Die Gassen sind sehr, sehr eng, und viele sind nur für Einheimische zugelassen. Erspart euch den Stress und parkt gleich richtig.
Ronda entdecken – Altstadt, Shopping und gutes Essen
Zurück in Ronda haben wir die Stadt erkundet, lecker gegessen und einfach das besondere Flair genossen. Ronda hat uns positiv überrascht: eine schöne, breite Einkaufsstraße mit vielen guten und bekannten Geschäften und dazu jede Menge einladender Restaurants in den Nebenstraßen.
Ein Punkt der Ehrlichkeit gehört aber dazu: Es gibt eine Straße, die Calle Nueva, in der ein Lokal ans nächste grenzt – und dort hat man keine Ruhe. Die Mitarbeiter ziehen einen fast in ihre Lokale hinein und reden laut durcheinander. Und ganz ehrlich: Wenn ein Lokal drei verschiedene Länderküchen gleichzeitig anbietet, hört es für uns auf. Wir lieben kleine, authentische Lokale – und genau die findet man in den ruhigeren Nebenstraßen.
Unsere Restaurant-Empfehlung: das Bar-Tabanco Las Bridas. Sehr lecker und mit aufmerksamem, freundlichem Personal – genau unser Fall. Den einfachen Tomatensalat müsst ihr hier unbedingt probieren.
Auf die Rundwanderung zum berühmten Aussichtspunkt haben wir bewusst verzichtet. Es war sehr heiß, und mit einem kleinen Kind war das keine gute Idee. Das holen wir ein anderes Mal nach – dann zu zweit.

Ronda, das Olivenöl-Paradies – unsere Verkostung bei Molino Don Félix
Eine der schönsten Entdeckungen dieser Etappe war für mich, dass Ronda ein echtes Olivenöl-Paradies ist. Es gibt hier viele hervorragende Produkte – und wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt eine Verkostung einplanen.
Wir haben einen lokalen Händler besucht, das Molino Don Félix, uns alles erklären lassen und verschiedene Öle probiert. Natürlich habe ich auch Olivenöl mitgenommen – ohne geht bei mir gar nicht – und mir gleich die Kontakte zum Nachbestellen geben lassen.
Mein Tipp: Besucht die Olivenöl-Händler direkt in ihren eigenen Shops oder Mühlen. Dort bekommt ihr das Öl deutlich günstiger als in den Feinkostabteilungen der Shoppingcenter – und ihr erfahrt aus erster Hand, was gutes Olivenöl ausmacht. Recherchiert am besten vorher ein bisschen selbst, dann macht die Verkostung noch mehr Spaß.
Tag 3: Altstadt, Pool und einfach ankommen
Unseren dritten Tag haben wir am Vormittag mit einem weiteren Bummel durch die Altstadt von Ronda begonnen. Danach haben wir unseren geplanten dritten Ausflug kurzerhand abgesagt und stattdessen den Hotelpool und ein Abendessen im Garten genossen.
Und weißt du was? Genau das war richtig. Nicht jeder Urlaubstag muss vollgepackt sein – gerade mit Kind ist es das Schönste, sich auch mal Zeit zum Ankommen zu nehmen.
Drei Ausflugstipps rund um Ronda
Falls ihr mehr Zeit habt als wir, lohnen sich diese Orte in der Umgebung besonders:
- Als Erstes Grazalema, ein strahlend weißes Bergdorf mitten im gleichnamigen Naturpark – ideal für alle, die Natur und Wandern lieben. Dann Zahara de la Sierra, ein malerisches Dorf oberhalb eines türkisblauen Stausees, dessen Anblick allein die Fahrt wert ist. Und schließlich der Besuch bei einem Olivenöl-Händler wie dem Molino Don Félix – für uns ein Erlebnis, das Genuss und ein Stück andalusische Kultur wunderbar verbindet.

Unser Fazit zur zweiten Etappe unseres Andalusien-Roadtrips mit Kind
Ronda mit Kind und die Berge waren das ruhige, genussvolle Gegenstück zu den Stränden von Tarifa. Ein Boutique-Hotel in den Weinbergen, das Felsendorf Setenil, gutes Essen und die Entdeckung des Olivenöls – wer Ronda mit Kind erlebt, versteht schnell, wie schön es ist, auch mal einen Gang runterzuschalten.
Denn am Ende gilt für uns immer der gleiche Satz: Reisen mit Kind heißt für uns… Entspannte Eltern, entspanntes Kind.
Im nächsten Teil unseres Andalusien-Roadtrips geht die Reise weiter – bleibt dran, wenn ihr sehen wollt, wohin es uns als Nächstes verschlägt. Und wenn ihr mehr sehen wollt: Schaut auf Instagram vorbei und folgt uns für mehr schöne Momente.
Wart ihr schon mal in Ronda oder in einem der weißen Bergdörfer? Verratet uns in den Kommentaren euren liebsten Ort in Andalusien!
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